Historie

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Schönau

Gründung

Im Jahr 1903 gründete Oberlehrer Georg Ortner aus Unterstein die Freiwillige Feuerwehr Schönau. Er war von 1903 bis 1907 zugleich ihr erster Vorstand.

Erstes Löschgerät

Freiherr von Heyden vom Fischmichllehen stiftete das erste Löschgefährt der Feuerwehr Schönau. Es handelte sich um eine vierrädrige Saug- und Druckspritze, gefertigt von der Firma Justus Christian Braun in Nürnberg.

Zur Bedienung waren zehn Feuerwehrmänner erforderlich, um 250 Liter Löschwasser mit 55 Doppelhüben pro Minute zu fördern. Mit einem Strahlrohr konnte eine Wurfweite von etwa 30 Metern erzielt werden, mit zwei Rohren immerhin noch rund 23 Meter. Der Anschaffungspreis betrug 1.380 Mark.

In den 1970er-Jahren wurde die Druckspritze von Kameraden restauriert und kommt noch heute gelegentlich bei historischen Übungen zum Einsatz.

Neugründung nach dem Ersten Weltkrieg

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Feuerwehr neu aufgestellt werden, da viele Mitglieder nicht zurückkehrten. Die Neugründung erfolgte am 2. März 1919. Die Wehr zählte zu diesem Zeitpunkt 42 Mann.

Fahnenweihe 1925

Am 7. Juni 1925 fand die Fahnenweihe der Feuerwehr Schönau statt. Fahnenmutter Frau Anna Weindl übernahm am Kriegerdenkmal die Fahne. Die Kosten in Höhe von 1.200 Mark wurden vollständig durch Spenden finanziert.

Zweiter Weltkrieg (1939–1945)

Während des Zweiten Weltkriegs war auch die Feuerwehr Schönau stark von den Ereignissen betroffen. Viele Feuerwehrmänner wurden zum Kriegsdienst eingezogen, wodurch der aktive Dienst erheblich eingeschränkt war.

Der Brandschutz musste dennoch sichergestellt werden und wurde oftmals von älteren Mitgliedern sowie den verbliebenen Kräften aufrechterhalten. Wie bereits nach dem Ersten Weltkrieg stellte auch diese Zeit eine große Herausforderung für den Fortbestand der Feuerwehr dar.

Erstes Gerätehaus

Da anfangs kein eigenes Gerätehaus vorhanden war, wurden die Feuerspritze und die Ausrüstung für 70 Mann im Schuppen im Park von Graf Arco von Zinneberg gelagert.

Erst im Jahr 1912 konnte ein eigenes Feuerwehrgerätehaus für 1.850 Mark errichtet werden.

Motorisierung

1956 wurde das erste motorisierte Löschfahrzeug angeschafft, ein VW Bulli T1. Auf dem Dach stand der Leitspruch:

„Helft Brände verhindern, Feuerschutz ist besser als Brandbekämpfung.“

Neues Gerätehaus

Ende 1990 wurde nach zweijähriger Bauzeit das heutige Gerätehaus fertiggestellt. Seitdem steht der Feuerwehr eine Nutzfläche von 814 Quadratmetern zur Verfügung.